Zur Geschichte des Strohfestes

Wie kommt man auf den Gedanken, ein Fest aus und mit Stroh zu feiern?

Vielerorts werden wir gefragt:: ”Wie und wer kam auf die Idee, ein Strohfest zu organisieren?”

Heute wollen wir an dieser Stelle das ”Geheimnis” entlüften.

1993 verlor die Stadt Stadtroda den Kreisstadtsitz. Große Gewerbegebiete und damit die Aussicht auf die Ansiedlung von Gewerbetreibenden waren ebenfalls nicht vorhanden.

Grüne Wiesen mit großen Bauvorhaben zu bebauen, war einerseits nicht gewollt, anderseits territorial nicht möglich, da die Gebietsgrenzen unserer damals noch nicht eingemeindeten Orte bis in die Stadt Stadtroda hineinreichten.

Es war seinerzeit schon jedem klar, dass wir unsere Aufmerksamkeit mehr auf den touristische Bereich lenken müssen; für die Stadt Stadtroda eine der wenigen Chancen, sich weiter zu entwickeln.

Aber auch dieses Vorhaben sollte uns nicht leicht gemacht werden, denn Stadtroda liegt vor den Stadtgrenzen von Jena, das schon ein kulturelles und auch touristisches Angebot aufweisen konnte.

Anfang der 90er Jahre wurden durch einen Mitarbeiter des Agrarunternehmens ”Wöllmisse” e. G. aus Gernewitz in seiner Freizeit zu bestimmten Festlichkeiten kleine Strohfiguren an den Straßenrändern gebaut. Für jeden Wanderer und jeden Autofahrer waren die Figuren eine Augenweide.

Ende 1996 waren wir kulturell und touristisch an einem Punkt angelangt, an dem wir uns sagten, es muss etwas Neues auf den Markt, etwas, das es überhaupt noch nicht gibt. Dazu muss gesagt werden, dass wir von der Idee des Strohfigurenbauens schon immer begeistert waren. Im Mai 1996 wurde in Gemeinschaftsarbeit des Städtischen Bauhofes und des Agrarunternehmens das Wahrzeichen von Stadtroda “Das Rote Tor” aus Strohballen an der Stadtgrenze aufgebaut. Mit viel Liebe wurde es gestaltet und war ein beliebtes Fotomotiv Stadtrodas.

Diese Erfahrung brachte uns auf den Gedanken, ein Strohfest durchzuführen. Wir feiern ein Fest, bei dem Stroh und Landwirtschaft im Mittelpunkt stehen, passend zu unserem regionalen Charakter, der ländlich geprägt ist. Die Idee war geboren.

Die ersten Schritte zur Gestaltung des Festes waren Überlegungen derart, wie man in der Zeit, wo jeder Feste feiert, einen sogenannten ”Knaller” organisiert. Das erste Strohfest musste schon perfekt organisiert werden, da wir uns das Ziel gesteckt hatten, ein Fest zu gestalten, welches alle Altersgruppen anspricht.

Was macht man zu einem Strohfest?

...Strohfigurenbauen, Landwirtschaft pur zeigen und das Ganze mit Kulturbeiträgen untermalen. Der stellvertretende Geschäftsführer des Agrarunternehmens kam auf die Idee, aus diesem Strohfigurenbauen ein Wettbewerb zu gestalten. Mit diesen Eckpunkten fingen wir an, das Strohfest vorzubereiten.

Für das Strohfest benötigten wir fasst eine gesamte Ernte des landwirtschaftlichen Unternehmens.

Lassen Sie sich auf den kommenden Seiten überraschen, was aus dieser Idee wurde und wie wir diese Überlegungen umgesetzt haben.